EINIGE BESONDERHEITEN DER UNGARISCHEN SPRACHE

Schon beim ersten kurzen Blick in die 1. Lektion wird Ihnen auffallen, daß Sie. anders als bei den Sprachen, die Sie bisher gelernt haben und auch anders als in Ihrer Muttersprache, kein Wort erkennen, keine Verbindung zu einer Ihnen bisher bekannten Sprache ziehen können. relevancia Das liegt daran, daß das Ungarische nicht wie das Deutsche zur indoeu-opäischen Sprachfamilie gehört, sondern zur finnisch-ugrischen. Dieser Unterschied in der Zugehörigkeit der Sprachen erklärt auch die Tatsache, daß die ungarische Sprache ga"z a-:e'= sr-Kturiert ist als die deutsche, da sie nicht auf der lateinischen Grammatik aufbaut.

Aber keine Angst, anders ist nicht gleichbedeutend mit schwerer. übersetzer ungarisch Viele Sch.v erigkeiten, mit denen Sie sich im Deutschen herumplagen müssen, fallen im Ungarischen einfach weg:

-              Es gibt kein grammatisches Geschlecht.

-              Die leidigen Präpositionen, die im Deutschen immer wieder die Frage nach dem folgenden Kasus aufwerfen, fallen weg.

-              Es gibt nur eine Vergangenheitsform und ein Futur.

-              Das Passiv wird nur selten verwendet, da es im heutigen Ungarisch kein Handlungspassiv gibt

und, was Sie sicher besonders erleichtern wird:

-              Im allgemeinen gilt die Kleinschreibung, mit Ausnahmen von Satzanfängen und Eigennamen.

-              Im wesentlichen richtet sich die Aussprache nach der Schreibweise.

Natürlich verzichtet auch die ungarische Sprache nicht auf wesentliche Unterscheidungsmerkmale, die einem Satz erst seine Bedeutung geben. Sie lebt in der Hauptsache von Endungen (Suffixen), insbesondere jenen Suffixen, die den Kasus des Substantivs definieren.

Eine Eigenart der ungarischen Sprache besteht auch in den zwei Verbkonjugationen (unbestimmte - bestimmte), die stark vom deutschen Sprachmuster abweichen.

Statt Präpositionen verwendet das Ungarische nicht immer oder nicht nur die Kasussuffixe, sondern oft Postpositionen.

Sicher werden Ihnen im Verlauf der Beschäftigung mit der Grammatik der ungarischen Sprache noch weitere Unterschiede zum Deutschen auffallen, aber bis dahin werden Ihnen die wichtigsten Eigenarten des Ungarischen bereits geläufig sein.

Die ungarischen Vokale unterscheiden sich nicht bedeutend von den vollwertigen Monophtongen der deutschen Sprache. Einige Besonderheiten des Vokalsystems muß man aber beachten.

1.            Auf der linken Seite des V-Diagrammes stehen die sogenannten velaren (hinten gebildet) Vokale, auf der rechten Seite die palatalen (vorne gebildet). Im weiteren werden wir die velaren Vokale als dunkle Vokale bezeichnen und die palatalen als helle.

2.            Helle und dunkle Vokale haben jeweils eine kurze und eine lange Entsprechung, die schon in der Rechtschreibung erkennbar ist. Je nach Bedeutung des Wortes werden lange Vokale mit einem oder zwei Akzenten gekennzeichnet, und kurze Vokale sind unbezeichnet oder werden mit zwei Punkten versehen.

> Achtung: Akzente bezeichnen keine Betonung, nur die Länge der Vokale.

Zu den Vokalen a - ä; e - e

a Das a ist ein Laut, den es im Deutschen nicht gibt. Am nächsten kommt ihm das deutsche kurze offene o. Das a wird aber noch offener, mit Lippenrundung (labial) und tiefer Zungenstellung gebildet.

Es klingt in etwa wie das erste Element des deutschen Diphtongs eu in „heute“.

ä Das äwird mit tiefer Zungenstellung und ohne Lippenrundung (illabial) gebildet. Es ist immer lang und entspricht dem deutschen a in Atem, Nahrung.

e Das e ist immer kurz und offen, wie im deutschen Ende, essen, e Das e ist immer lang und geschlossen, wie im deutschen Wesen, Mehl.

Die Vokalharmonie

In den meisten ungarischen Wörtern gibt es entweder nur dunkle oder nur helle Vokale. Das nennt man Vokalharmonie. Dunkle und helle Vokale können auch gemischt auftreten, allerdings hauptsächlich in Zusammensetzungen und Fremdwörtern. Die. Vokalharmonie spielt vor allem dann eine Rolle, wenn Suffixe hinzugefügt werden. Die meisten Suffixe haben daher zwei Formen, die sich der Vokalharmonie entsprechend anpassen. Wörter mit gemischten Vokalen enthalten zumeistdunkle Endungen, z. B. Tirolba. Bei Zusammensetzungen ist der zweite Teil des Wortes bestimmend.

Besonderheiten bei der Vokalharmonie

Es gibt einige Wörter mit hellen Vokalen, die nur mit dunklen Suffixen versehen werden können, z. B. hid-ra, cel-ba.

Betonung übersetzungsbüro ungarisch

Die ungarischen Vokale sind Silbenträger, daher liegt auch dje Betonung immerauf der ersten Silbe des Wortes.

Vorwort

 

Das Arbeitsbuch bietet vielseitiges und abwechslungsreiches Übungsmaterial, das genau den Lernschritten des Lehrbuchs entspricht. Es ist nicht nur zusätzliches Angebot für die Arbeit zu Hause, sondern ein wichtiger Bestandteil des Lehrwerks.

Aufbau des Arbeitsbuchs

Die Übungsmaterialien des Arbeitsbuchs dienen sowohl der Entwicklung des Hör- und Leseverständnisses als auch der Schulung des mündlichen und schriftlichen Ausdrucks. Das Arbeitsbuch richtet sich genau nach dem Sprach- material, das im Lehrbuch eingeführt wird. Die Übungen enthalten keine unbekannten grammatischen Strukturen; die wenigen neuen Wörter sind als Fußnote angegeben.

Das Arbeitsbuch enthält nach der 5., 10. und 15. Lektion Wiederholungslektionen, die in vier Teilbereiche untergliedert sind: Wortschatzwiederholung, Transfer der Situationen,

Eine weitere zentrale Epoche für die Übersetzung im deutschsprachigen Raum, deren Vertreter aber auch europaweit Bedeutung erlangten, ist die Romantik. Es spielten vor allem literarische Übersetzungen aus anderen europäischen Sprachen ins Deutsche eine Rolle, etwa die noch gelesene Schlegel-Tiecksche Shakespeare-Übersetzung. (Siehe Literarische Übersetzung) Zur Zeit der Romantik beschäftigten sich viele Intellektuelle auch theoretisch mit dem Übersetzen, so etwa Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schleiermacher oder Wilhelm von Humboldt.

Im 20. Jahrhundert sind neben einem explosionsartigen Wachstum vor allem der Fachübersetzung durch den Ausbau der weltweiten Wirtschaftsbeziehungen auch eine zunehmende wissenschaftliche Theoriebildung, die Gründung von Ausbildungsstätten für Übersetzer und Dolmetscher sowie ihre Organisation in Berufsverbänden mit dem Ziel der Professionalisierung zu beobachten. Die Translatologie (Übersetzungswissenschaft) als Interdisziplin ist noch relativ jung.

Ältere übersetzungswissenschaftliche Ansätze neigen zum Teil zu der Auffassung, der Übersetzer solle möglichst alle Aspekte eines Ausgangstextes (wie Metaphern und Vergleiche, Hervorhebungsmuster und thematische Progression, Satzmuster, sprachliche Varietäten als Dialekt oder Soziolekt) gleichermaßen berücksichtigen. Die neueren Ansätze der Übersetzungswissenschaft fordern dagegen, dass die unterschiedlichen Aspekte des Ausgangstextes mit unterschiedlichen Prioritäten versehen werden müssen, damit die Übersetzung genau die vorher zu definierenden Anforderungen des Zieltextlesers erfüllt. Diese Anforderungen werden vor allem anhand von „textexternen Faktoren“ wie Ort und Zeit, Intention des Senders und Erwartung des Empfängers, Konventionen für bestimmte Textsorten in der Zielkultur bestimmt.

→ Hauptartikel: Translatologie

Problematik

Doppelte Bindung

Das Kernproblem bei der Übersetzung war und ist das Problem der „doppelten Bindung“ des Übersetzers. Der Zieltext soll gleichzeitig eine erkennbare Rückbindung an den ausgangssprachlichen Text besitzen und die Anforderungen des Lesers des zielsprachlichen Textes erfüllen. In dieser doppelten Bindung liegt der Ursprung der Begriffe der rückwärts oder vorwärts (ausgangs- und zielsprachlich und -kulturell) orientierten Übersetzung. Entweder sollen dem Leser der Übersetzung die charakteristischen Eigenschaften der Ausgangskultur und -sprache nahegebracht werden, oder er soll mit einem in der Zielkultur und -sprache unauffälligen und seinen Zweck gut erfüllenden Text versorgt werden.

In der literarischen Übersetzung kann sich beispielsweise eine grammatische Struktur der Ausgangssprache als sehr charakteristisch für den Stil des Ausgangstextes herausstellen, durch eine wörtliche Übertragung würde im Zieltext jedoch ein auffällig vom gewohnten Sprachgebrauch abweichender Stil entstehen, der den Leser irritiert.

Subjektivität

Beim Übersetzungsvorgang sind stets subjektive Faktoren beteiligt:

•             bei der Entscheidung des Übersetzers zwischen Zieltextvarianten

•             durch Gebundenheit des Übersetzers an kulturelle und soziale Hintergründe

•             durch Rezeption und Interpretation des Ausgangstextes

•             durch unterschiedliche methodisch-technische Vorentscheidungen für den Analyse- und Beurteilungsprozess

•             durch die Meinung des Übersetzers (über Funktion, Zweck und Strategie der Übersetzung)

Philosophische Implikationen

Die Übersetzung ist Thema der Hermeneutik, der Sprachphilosophie und der Erkenntnistheorie.

Die Hermeneutik thematisiert das Phänomen der Übersetzung als Erfahrung von Distanz und Andersartigkeit (Alterität). Der für die Hermeneutik so wichtige Umgang mit Überlieferung und Tradition schließt oft die Notwendigkeit der Übersetzung ein. Dabei haben verschiedene Philosophen darauf aufmerksam gemacht, dass der Übersetzer stets in seinem eigenen Horizont steht, in den er das Produkt seiner übersetzerischen Bemühungen einordnen muss. übersetzung ungarisch Ein bloßes Übertragen des Textinhaltes von der Quell- in die Zielsprache ist nicht möglich. Der Übersetzer muss sich entscheiden, ob er den notwendigerweise fremdartigen Text an die eigene Sprache angleicht und dessen Fremdartigkeit so zu verdecken versucht, oder ob er diese Fremdartigkeit gerade mit den Mitteln der eigenen Sprache nachbilden möchte. Beide Verfahren sind legitim, eine Entscheidung, welche Version „näher“ am Original ist, lässt sich nicht allein durch Verweis auf die Textgrundlage fällen.

Zur Frage der grundsätzlichen Übersetzbarkeit, also der Möglichkeit einer „Inhaltsübertragung“, vertritt etwa Quine die These von der Unbestimmtheit der Übersetzung,[1] die besagt, dass zwischen mehreren möglichen Übersetzungsvarianten keine objektive Rangfolge festgelegt werden kann und dass Sprache im Allgemeinen stets nur im Kontext der Erfahrung interpretierbar ist.

relevancia Sowohl in der Translatologie als auch in der Übersetzungspraxis wird von einer grundsätzlichen Übersetzbarkeit zwischen natürlichen Sprachen ausgegangen, die sich zumindest auf den propositionalen Gehalt einer Äußerung, wenn auch möglicherweise nicht auf jede konnotative Bedeutung erstreckt.